Homotoxikologie

Nach Abschluss meiner fachärztlichen Ausbildung erlernte ich die Homotoxikologie. Diese wurde von Dr. Hans-Heinrich Reckeweg begründet. Die Behandlungserfolge haben mich überzeugt diese Therapie zu einem fixen Bestandteil meiner naturheilkundlichen Anwendungen in der Ordination zu machen.

Ziel ist die Selbstregulations- und Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.

Im Mittelpunkt der Homotoxikologie steht das Homotoxin. Unter diesem Begriff werden alle für den Menschen giftigen und unverträglichen Stoffe verstanden, egal ob exogen oder endogen entstanden. Homotoxin bedeutet nach Reckeweg “Menschengift” (lat. homo = Mensch, gr. toxon = Gift). Dieser Begriff wurde deshalb gewählt, weil ein Toxin auf verschiedene biologische Spezies unterschiedliche Wirkungen haben kann.

Krankheit ist der Ausdruck biologisch zweckmäßiger Abwehrvorgänge gegen exogene und endogene Gifte (Homotoxine) beziehungsweise der Ausdruck erlittener Giftschäden, die der Organismus wegen seines Bestrebens, die Homöostase nach Möglichkeit zurückzugewinnen, wieder auszuregulieren versucht.

Gesundheit ist dagegen als Freisein von Homotoxinen oder Homotoxinschädigungen einzustufen. Ziel einer biologischen Therapie ist stets die Entgiftung und Beseitigung von Giftschäden, wie sie durch die verschiedensten Homotoxinwirkungen (Zivilisations- und Umweltschäden) zustande kommen.

Heilung bedeutet demnach ein Freiwerden von Homotoxinen durch deren Entgiftung und Ausscheidung sowie eine Beseitigung von Homotoxinschädigungen. Da diese Therapie sich ausschließlich körpereigener Maßnahmen bedient, ist sie als naturgemäße Therapie einzustufen, denn sie wendet sich gegen die wahre Causa der Krankheit, also gegen die sie verursachenden Toxine.

Die antihomotoxische Therapie ist eine auf Arzneireizen beruhende Stimulationstherapie, deren Ausgangspunkt die Homöopathie S. Hahnemanns ist. Die antihomotoxische Therapie ist in der Lage, anregend und beschleunigend auf körperliche Heilungsprozesse einzuwirken. Therapeutische Maßnahmen bestehen in der Gabe von Biotherapeutika-Antihomotoxika, die sowohl homöopathische Einzelmittel als auch homöopathische Kombinationspräparate sein können.

Quelle: Grundlagen der Homotoxikologie – Diagnostik und Therapie von Homotoxikosen, Gabriele Herzberger, Aurelia-Verlag Baden-Baden, 1995

Einsatzgebiete:

Fieberblasen, Gürtelrose, post Zoster Neuritis, grippale Infekte, Infektanfälligkeit, rezidivierende Bronchitis, Oberbauchsyndrom mit galligem Reflux, post Cholezystektomiesyndrom, Nasennebenhöhlenentzündungen, psychovegetative Erkrankungen um nur einige zu nennen.